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Mühlbach

Herzlich Willkommen !

Danke dass Sie mal reinschauen!

Aus der Erkenntnis, dass viele unserer Mühlbacher Landsleute in letzter Zeit, immer mehr Interesse an ihrer alten Heimatstadt haben, habe ich mich entschlossen diese Seite zu erstellen.
Die ältere Generation besitzt noch viele Kenntnisse und Erinnerungen über Mühlbach und über das damalige Leben, der Zeit vor der großen Auswanderungswelle.
Diese Seite soll eine Bescheidene Hilfe sein, um die Geschichte, den Alltag und das Leben aus vergangenen Tagen kennen zu lernen. Für die älteren Jahrgänge hoffe ich, dass diese Seite eine angenehme Auffrischung der Erinnerungen bieten wird. Durch die Beiträge, die sich auf dieser Seite von Tag zu Tag mehren, möchte ich versuchen, die Interesse für die Geschichte der Stadt, bei dem einen Teil der Leserschaft zu entfachen und bei dem anderen frisch zu halten.
Irgendjemand sagte mal folgenden Spruch: ”Nur wer seine Vergangenheit, seine Wurzeln, seine Traditionen kennt und bewahrt, kann seine Gegenwart und Zukunft gestalten.”
Meiner Meinung nach sollten wir alle unsere Erinnerungen weitergeben. Die Mühlbacher haben über eine lange Zeit hinweg gemeinsam so viele gute und schlechte Zeiten durchgemacht und zusammen bewältigt, dass es schade wäre, wenn die Erinnerung daran im Laufe der Jahre verblassen würde.
Meine Beiträge finden Sie nach Kategorien geordnet in dem oberen Bereich dieser Seite, oder in der rechten Seitenleiste unter: ”Aktuelle Beiträge”.
Bitte erwarten Sie von mir kein schriftstellerischen  Fähigkeiten, ich bin nur ein Amateur, und mache dieses  nur aus Liebe zu meiner Heimatstadt und seinen Bewohnern, sowie deren ehemaligen Bewohnern und all derer, die sich mit Mühlbach auf die eine oder andere Art verbunden fühlen.
Wenn auf dieser Seite manchmal Werbung eingeblendet wird, bitte ich das zu entschuldigen, leider kann ich darauf keinen Einfluss nehmen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern dieser Seite, einige angenehme Minuten beim Durchforsten der Beiträge.
Danke für Ihren Besuch!

Und nun einige Zeilen zu meiner Person:
Mein Name ist Horst Theil. Das Licht der Welt erblickte ich in der Turnschulgasse (heute 1848) in Mühlbach, am 25. Februar 1953, um 3 Uhr am Morgen, mit Hilfe einer Hebamme. Um diese Zeit vollzogen sich noch fast alle Geburten zu Hause und nicht, wie heute im Krankenhaus. Meine Eltern waren Josefine und Edwin Theil. Nach etwa anderthalb Jahren, zogen meine Eltern in den Hundsrücken (heute I.L.Caragiale) um. Wir zogen zu meiner Großmutter, die von meinem Großvater geschieden hier wohnte. Etwa zwei Jahre später zogen wir in die Altgasse zu meinem Großvater Michael Theil, der damals Gerbermeister in der Lederfabrik „Simion Banuţiu“ (ehemals Dahinten) war. Um nicht ständig unterwegs zu sein, hatten meine Eltern diesen Entschluss gefasst, da sich sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte und er auf intensivere Pflege angewiesen war. Weil mein Großvater die Führsorge von Fräulein Minna von Winterfeld übernommen hatte und als Gegenleistung dafür das Haus bekam, hatten nun meine Eltern zwei Personen zu versorgen. Zu dieser Zeit arbeitete meine Mutter in der Fußballabteilung der Lederfabrik (von den Mühlbachern „Beim Breitenstein“ genannt). Mein Vater arbeitete in der Strumpffabrik, damals Teba genannt.
Da zu Hause viel zu tun war, kündigte meine Mutter ihre Arbeit, um mehr Zeit für die heimischen Aufgaben zu haben. Nach knapp einem Jahr erlag mein Großvater, im Alter von 53 Jahren seinem Leiden. Tante Minna lebte noch sechs weitere Jahre. Nach deren Tod beschlossen meine Eltern und meine Großmutter wieder zusammen zu ziehen. Meine Großmutter verkaufte das kleine Häuschen am Hundsrücken und zog zu uns in die Altgasse. Nun verkauften meine Eltern die Hälfte des Hofes in der Altgasse, an eine Familie aus Langendorf, um mit dem Geld das Haus zu renovieren, welches eine Renovierung auch bitter nötig hatte.
Im Alter von fünf Jahren besuchte ich den deutschen Kindergarten in Mühlbach. Die „Kindergartentante“ war Frau Hertha Aldea, geb. Höchsmann, die Helferin Frau Frieda Herczeg. Nach zwei Jahren im Kindergarten, ging ich mit sieben Jahren in die 1-ste Klasse der deutschen Allgemeinschule. Meine Lehrerin für die nächsten vier Jahre, war Fräulein Elvine Göbbel,(Pippi) die frisch von Hunyad nach Mühlbach versetzt wurde und auch am Hundsrücken entlang der Stadtmauer wohnte. Ab der 5-ten bis zur 8- ten Klasse hatten wir für jedes Fach einen separaten Lehrer (Professor). Nach der gescheiterten Aufnahmeprüfung für das Lyzeum, wartete ich nicht mehr bis zu den Herbstprüfungen und entschloss mich einen Beruf zu erlernen. Ich trat eine Lehre zum Elektriker bei der Handwerkergenossenschaft „Unirea“ in Mühlbach an. Meine Ausbilder waren die Herren Ernest Peppel und Anton Herczeg. Über eine Zeit von drei Ausbildungsjahren mussten wir immer, je drei Monate am Stück, zur Berufsschule nach Arad und die restliche Zeit des Jahres ein Praktikum im Arbeitsleben absolvieren. Nach der Abschlussprüfung mit Gesellenbrief arbeitete ich noch ein paar Jahre bei der „Unirea“, bevor ich in die Strumpffabrik als Instandhaltungselektriker hinüberwechselte.
Inzwischen hatte ich geheiratet und eine Tochter und einen Sohn und verdiente mir noch ein Zubrot mit Musik bei Bällen, Hochzeiten und Tanzabenden. Auch war ich offiziell in der Fabrik, und bei Veranstaltungen von Seiten des UTC und Stadtverwaltung kulturell tätig. In diesem Betrieb arbeitete ich bis zu meiner Auswanderung nach Deutschland im Jahre 1989, wo ich auch heute noch lebe.

 

Horst Theil

–  Siebenbürgische Elegie –

Geschrieben im Jahre 1927 von

Adolf Meschendörfer

(1877 – 1963)

Anders rauschen die Brunnen, anders rinnt hier die Zeit.

Früh faßt den staunenden Knaben Schauder der Ewigkeit.

Wohlvermauert in Grüften modert der Väter Gebein,
zögernd nur schlagen die Uhren, zögernd bröckelt der Stein.

Siehst du das Wappen am Tore? Längst verwelkte die Hand.
Völker kamen und gingen, selbst ihr Name entschwand.

Aber der fromme Bauer sät in den Totenschrein,
schneidet aus ihm sein Korn, keltert aus ihm seinen Wein.

Anders schmeckt hier der Märzwind, anders der Duft vom Heu,
anders klingt hier das Wort von Liebe und ewiger Treu.

Roter Mond, vieler Nächte einziggeliebter Freund,
bleichte die Stirne dem Jüngling, die der Mittag gebräunt,

reifte ihn wie der gewaltige Tod mit betäubendem Ruch,
wie in grünlichem Dämmer Eichbaum mit weisem Spruch.

Ehern wie die Gestirne zogen die Jahre herauf,
ach, schon ist es September. Langsam neigt sich ihr Lauf.


Heimat

Autorin: Josefine Kerekesz

Heimat ist, wo ich von mancher Bergeshöh

die wundersame Schönheit dieser

Landschaft sah,

wo über Tannenwipfel hin zum

Gipfelschnee

mein Blick sich weitet Himmelsnah.

—-

Heimat ist, wo in dem bergumsäumten Tal

mein still versonntes Leben mählich rann,

wo ich im wechselvollem Zeitgeschehn zumal

den tiefsten Sinn der Erdverbundenheit

gewann.

Heimat ist das kleine Fleckchen Erde

Wo meine Liebsten ruhn schon lange Zeit

Im Schloß des weiten Tals, im Schatten

unsrer Berge:

Es ist die traute Heimat bis in Ewigkeit.

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Auszug aus Wikipedia.de

Der Landstrich, in dem Mühlbach gegründet wurde, war bereits in vorchristlichen Jahrhunderten von den Dakern besiedelt worden. Kurzzeitig war er auch Teil des Römischen Reichs. Im 11. Jahrhundert gelangte das Gebiet unter ungarische Herrschaft. Die ungarischen Könige verbrachten zur Grenzsicherung das Hilfsvolk der Szekler dorthin, welches aber bereits Mitte des 12. Jahrhunderts zur neuen, sich weiter östlich befindlichen Reichsgrenze umgesiedelt wurde. Direkt danach wurden deutsche Siedler in der damals Terra Sebus genannten Gegend sesshaft gemacht (Siebenbürger Sachsen). Sie nannten ihre neue Ortschaft Mühlbach und bestimmten bis ins 20. Jahrhundert hinein die Geschicke der Stadt. Mühlbach lag auf dem Königsboden und war Vorort des Mühlbacher Stuhls. Bereits im 13. Jahrhundert erhielt der Ort das Stadtrecht.

Die Stadt Sebeș liegt im sogenannten Unterwald auf einer Ebene im südlichen Teil des Kreises Alba in der Nähe der Mündung des Flusses Sebeș (Mühlbach) in den Mureș (Mieresch). In Sebeș kreuzen sich die Europastraßen E 81 mit der E 68. Von Sebeș liegt in 15 km Entfernung Alba Iulia (Karlsburg), in 55 km Sibiu (Hermannstadt) und in 63 km Deva (Diemrich). Im Norden grenzt Mühlbach (Sebeș) an die Gemeinde Lancrăm (Langendorf), im Osten an die Gemeinden Daia RomânăCut (Kokt) und Câlnic (Kelling), im Süden an Petrești, im Westen an Vințu de Jos (Winz) und Pianu de Jos (Deutschpien) und im Norden an die Stadt Alba Iulia. Durch die Stadt verläuft die Bahnstrecke Sibiu–Vințu de Jos.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Industrie, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen sowie Kommunikation. In Sebeș sind 1.484 Firmen ansässig. Zu nennen ist insbesondere die Holzverarbeitung durch SC Kronospan Sebes SA und SC Kronospan Sepal SA (Deutschland/Österreich – einer der größten Hersteller von Holzwerkstoffen – z.B. MDF-PlattenSpanplatten und Laminat – Fußböden – in Europa), direkt nebenan SC Holzindustrie Schweighofer SRL (Österreich), Savini Due SRL (Italien) und Ciatti SRL (Italien). Im Bereich der Textilwarenproduktion sind SC Ciserom SA sowie SC Anversa Est Textil SA (Italien) tätig. Für Lederwaren stehen SC Capris SA (Deutschland), SC Confexpeli SA und SC Rapel SA.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Friedrich Geltch (1815–1851), Pfarrer und Schriftsteller
  • Friedrich Krasser (1818–1893), Mediziner und Schriftsteller
  • Georg Friedrich Marienburg (1820–1881), Pfarrer, Heimatkundler und Sprachforscher
  • Franz Binder (1824–1875), Afrika-Forscher
  • Carl Filtsch, (1830–1845), Komponist und Pianist
  • Theobald Streitfeld (1902–1985), Heimatforscher
  • Harald Krasser (1906–1981), Schriftsteller und Übersetzer
  • Gheorghe Rășinaru (1915–1994), Fußballspieler
  • Radu Stanca (1920–1962), Schriftsteller
  • Johann Zápolya (1487–1540), Fürst von Siebenbürgen, starb bei Mühlbach
  • Michael Pancratius (1631/32–1690), evangelischer Bischof in Siebenbürgen von 1686 bis 1690
  • Lucian Blaga (1895–1961), Lyriker, Philosoph, Dramatiker und Übersetzer, wohnte viele Jahre seines Lebens hier

Quelle : Wikipedia.de

Zusammengestellt von : Horst Theil

18 Gedanken zu “Startseite

  1. Mein Lieber Opa, so eine tolle Seite hast du erstellt. Nun fehlst du uns schon ein Jahr. Schrecklich ! Ruhe weiter in Frieden.
    Ich liebe dich 😑❤️

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  2. Lieber Herr Theil!
    Anlässlich des 24. Sachsentreffens in Mühlbach am 20.09.2014 haben wir zum ersten Mal diese schöne siebenbürgische Stadt entdeckt.
    Dank Ihrer Internetseite haben wir zu Hause unsere Kenntnisse von Mühlbach vertieft.
    Gratulierung für Ihre wertvolle Arbeit denn, wie Otto von Habsburg es geschrieben hat:
    „Wer nicht weiss, woher er kommt, weiss nicht, wohin er geht, weiss daher nicht, wo er steht“
    Viele Grüsse aus der Touraine.
    Denis PIERSON aus Amboise in Frankreich.

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  3. sehr wertvoll, alles großartig, Herr Theil!
    Der Beitrag über unsere Großmutter, Anna Müller, hat mich sehr gefreut, doch die beiden Bilder vom Großen Markt sind nicht von ihr. Gerne werde ich Ihnen im Herbst die von Ihnen veröffentlichten Mühlbach-Aquarelle in besserer Qualität schicken (da Sie wohl die Postkarten nach den Veduten verwendet haben, was natürlich nicht so gut sein kann wie nach dem Original), auch Bilder von anderen Malereien, wenn auch nur wenige von ihren Ölmalereien auffindbar sind.
    Da hab ich noch viel zu lesen in Ihren Artikeln! Respekt!

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      • Sehr verehrter Herr Theil, auf der Suche nach Informationen über Dr. Albert Amlacher aus Broos, der ja eine zeitlang als Stadtprediger in Mühlbach tätig war und danach als Pfarrer in Rumes, bin ich auf diese Seite gestoßen. Da ich die Vermutung habe, dass er ein Ahne sein könnte, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen könnten. Vielleicht können Sie mir irgendwie weiterhelfen. Ganz herzlichen Dank im voraus, Marianne Haas

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  4. hallo mein Name ist eva stachler und wohne in schwanenstadt Österreich. hab beim durchschauen meine Nachnamen gelesen und das du mal in schwanestadt wars und deshalb wollte ich mir dir kontakt aufnehmen!
    lg eva

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  5. es ist nicht nur super.. sondern umwerfend. Respekt ,für die Geduld und Zeit die du dafür gebraucht hast….. und ich hätte es nicht für möglich gehalten dass Worte ( Zeilen), mich eher kurz in die Vergangenheit versetzen können ( meine Kindheit / Zeit die ich in Mühlbach verbrachte ) als Bilder/ Aufnahmen….. LG …weiter so..

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