Kleine Beschreibung der Innenstadt in meiner Kindheit


 

Das Antlitz der Innenstadt wurde vom Anblick der Evangelisch-Lutherischen Stadtpfarrkirche, Augsburger Bekenntnisses geprägt. Ein markantes Gebäude, das auf den Grundmauern einer Römisch Katholischen Basilika der Zisterzienser in mehreren Etappen aufgebaut wurde, (erste Etappe beginn 1200) und ursprünglich mit einer Wehrmauer umgeben war.

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Im Innenbereich der Mauer unmittelbar neben der eigentlichen Kirche war noch eine Kapelle vorhanden. ( Jakobskapelle)

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gegenüber dem Westporthals befand sich das Deutsche Gymnasium, zurzeit Rumänisch- Deutsche Algemeinschule

1552

An der Süd-Östlichen Ecke war das Eingangstor und die Küsterwohnung. Zwischen dieser und Kirche steht eine uralte Eiche, deren Alter nicht einmal die ältesten Bürger einschätzen können.

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Eiche im Kirchhof

An der Südseite war zu meiner Kindheit der deutsche Kindergarten, den auch ich besuchte, der heute allerdings nicht mehr vorhanden ist.

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Das Kirchengelände grenzte an den früheren Marktplatz. Dieser in beträchtlicher Größe, wurde von allen zu der Zeit wichtigen Gebäuden der Stadt umsäumt. Da war die Stadtverwaltung im Rathaus, ein imposanter Bau.

Großer Platz (6)

Großer Platz (3)

Daneben eine Apotheke, deren Besitzer Alesi hieß, die durch einen Torbogen mit dem so genannten Szapolya – Haus verbunden war, das zurzeit das Städtische Museum beherbergt.

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Saksengasse.

Der Torbogen führte in das von den Mühlbachern so genannte Alesigassel (Sachsgasse), das in gerader Linie zum gewesenen Nord – Tor der Stadt führt.

. Im weiteren Verlauf der Jakobigasse gelangte man zur Römisch – Katholischen Kirche und zum Salzbad.

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Salzbad

Ungefähr in der Mitte der Jakobigasse gelangte man über die Entengasse wieder auf die Sikulorumgasse an deren Ecke das Städtische Hotel untergebracht war und im Erdgeschoss eine Konditorei. Vom Rathaus in Westlicher Richtung führte die Rosengasse um das Schulgebäude herum  auf den Kleinen Platz. Da wären zu erwähnen das Pfarrhaus,das Geburtshaus des Weltberühmten Musikers Carl Filtsch, das frühere Gasthaus „ Zum goldenen Löwen“ und das Kinogebäude mit dem angrenzenden Gartenkino.

Rosengasse

Rosengasse (2)

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Kleiner Platz (3)

 

Carl Filtsch

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Weiter nennenswerte Gebäude waren noch das Bank Gebäude, und Sparkassen Gebäude, eine weitere Apotheke, deren Besitzer Mähtz hieß, ein Zahnarzt, namens  Krasser, einige Läden und angesiedelte Handwerker.

Zu erwähnen wäre noch das Binder- Haus, das früher einem Afrika-Forscher mit gleichem Namen gehörte.   

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Franz-Binder  Franz Binder                        

Da waren noch die Verkaufshallen (Arkaden), die dazu dienten um an Markttagen den Fratschlerinnen einen überdachten Standplatz zu gewährleisten. Dass waren Marktfrauen die auf Kohlegrill gebratenes Fleisch, heiße Würstchen und desgleichen verkauften. Das geschah in Zusammenarbeit mit einer Anzahl von Metzgern und Bäckern der Stadt.

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Dieser Marktplatz ist heutzutage zu einer Parkanlage umfunktioniert worden, da man Heute die Wochen, und Jahrmärkte auf dem früheren Holzplatz abhaltet. Hier wiederum wurde früher mit Brennholz, und Bauholz gehandelt, daher der Name. Das wäre in  groben Zügen die Umgebung der Innenstadt.

Beitrag geschrieben von: Horst Theil

Quelle Bildmaterial: Fb Gruppe Sebes – Mühlbach

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