Kleine Beschreibung des Gebietes das der Mühlbach durchläuft.


Aus jenem Abschnitt der Karpaten, der der wichtigste Gebirgszug in Siebenbürgen ist, der sich von den Einheimischen Mühlbacher – Gebirge nennt, entspringt der Mühlbach, der dem Gebirge und dem Städtchen seinen Nahmen gab. Im Verlauf des Mühlbach – Tales das sich über eine Länge von ungefähr 70 – 75 Km erstreckt, befahnden sich eine Unzahl von kleineren Ansiedlungen die überwiegend von Rumänischer Bevölkerung besiedelt waren. In diesen Ortschaften gingen die Einwohner ihren alltäglichen Beschäftigungen nach, die  hauptsächlich aus der der Schafzucht der Waldarbeit oder dem Flößen Bestand. In fast allen Ortschaften gab es auch einen kleinen Dorfladen, eine oder sogar mehrere Wassermühlen. Die meisten beschäftigten sich nebenbei mit der Zucht von Schafen, weniger mit Rindern oder Ackerbau. Aus frühester Zeit wurde auf dem Mühlbach das Flößen betrieben. Das war aber nicht wie man sich vorstellen mag, zu Flößen zusammengefügte Baumstämme, sondern eine ganz andere Methode wurde hier angewendet. Auf einer Höhe von ungefähr 1300 M an einem Ort Oasa genannt am Mühlbach, nahe dem Quellgebiet, unterhalb des Gipfels Surianu, wurde eine Talsperre aus Holz und Felsbrocken mit Erde gemischt errichtet.

Kabane  Schurian (Surianu) 1936

Cabana surianu 1936

Oasa 01 Kopie

 Unterhalb der besagten Talsperre wurden die gefällten Baumstämme mittels Holzriesen in das Bachbett geleitet, und wenn genügend da waren, wurden die Schleusen geöffnet. Dadurch wurde der Wasserpegel soweit angehoben das die Baumstämme fortgespült wurden.

Sugag 1952

Wildflößerei auf dem Mühlbach bei Sugag 1952 

Mit der Flut wurden die Stämme c. a. 60 Km Tal – abwärts gespült, bis der Mühlbach das gleichnamige Städtchen erreichte, wo in einer zweiten Sperre, das so genannte Große Wehr, die Stämme zurückgehalten wurden. Von da wurden die Baumstämme über die Schleusen zum kleinen Wehr kontrolliert weitergeleitet. Da wurden die Stämme im Sägewerk das sich an diesem kleinen Wehr befand verarbeitet. Mann betrieb diese Methode lange, lange Jahre bis zur Einführung von LKW. Aber nun zurück zum Mühlbach der von seinen Quellen bis zu seiner Mündung, bei der Stadt genannt Karlsburg, in den Fluss Mieresch, durch eine Landschaft von ungeahnter Schönheit sich seinen Weg bahnt.

Einige Bilder vom Mühlbach.

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Traveler Digital Camera

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Momentaufnahme - 28

 

Mündung in den Miresch

Die Mündung in den Miresch bei Karlsburg.

 Oben im Mühlbacher Gebirge befinden sich auch heutzutage noch riesige Urwälder die sich über  Bergrücken und unzählige Täler und Neben – Täler erstrecken. Die Tier- und Pflanzenwelt dieses Gebietes ist auch einzigartig in Europa. Mann kann hier in freier Wildbahn noch den Karpaten Braunbären sehen, des gleichen den Luchs, die Wildkatze, Hirsche, Wildschweine und vieles mehr. Fluss abwärts, bei Petersdorf verlässt der Mühlbach die letzten Ausläufer der Gebirge und erreicht nach 5 KM das Städtchen Mühlbach. Auf seinem Weg zur Mündung am Linken Ufer liegt die Ortschaft Langendorf nach etwa zwei bis drei Kilometer bekommt der Mühlbach einen Zufluss genannt Zeckesch (Sekas), der aus Süd-Östlicher Richtung in ihn mündet. Diese Stelle nannten die Mühlbacher Kutina (Cutina). Nach weiteren 3-4 Kilometern mündet der Mühlbach in den besagten Fluss Mieresch.

 Zeckesch

 Sowohl der Zeckesch ( Sekas ) als auch der Mühlbach waren äußerst fischreiche Gewässer, eine Tatsache die die Angler der Gegend auch nutzten. Um das Bild der Umgebung abzurunden, wäre noch zu erwähnen das am rechten Ufer des Zeckesch (Sekas), der im Norden in einer Entfernung von c. a. drei Kilometer an Mühlbach vorbei fließt, der so genannte Rote – Berg sein wunderbares Panorama zur Schau stellt. Dieser Berg ist eine einzigartige Natur – Erscheinung. Heut zu Tage ist er als Naturschutz – Gebiet ausgewiesen. Das besondere daran ist der Anblick der zerklüfteten c. a. 500 m breiten und 150 m hohen Steilwand, die durch die Faltung eines   Ur – Meeresbodens entstanden ist, und eine rötliche Farbe, auf Grund der vorhandenen Mineralien hat. Durch Erosion von Regen und Wind entstanden eine Vielzahl von Säulen, Türmen und Kathedralenartigen Gebilden. In dieser Naturlandschaft leben ebenfalls verschiedene seltene Vogelarten wie, Wanderfalken, Uhu, verschiedene Kauzarten, Wildtauben und desgleichen mehr. Die Ufer des Zeckesch sind von Schilf und Röhricht gesäumt, wo wiederum eine reiche Vogel- und Pflanzenwelt ihr Dasein findet. Alles in allem, eine schöne Gegend in der es sich lohnt mal inne zu halten und die Natur zu genießen.

Beitrag geschrieben von Horst Theil

Bilder : Horst Theil ; Manfred Ziegler; panoramio.com

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