Im Kindergarten


10b Herrengasse 

Erstes Gebäude rechts, der deutsche Kindergarten.

An meine Zeit im Kindergarten erinnere ich mich heute noch gerne.

Unsere „ Kindergartentante“ war Frau Hertha Aldea, und die Helferin Frau Frida Herzceg.

 

Hertatante_vor_dem Kindergarten

Herthatante vor dem Eingang zum Kindergarten

Hertatante_im_Ruhestand

Herthatante im Ruhestand

Wie alle Kinder wurde ich auch am Anfang von meiner Mutter dahin gebracht. Der deutsche Kindergarten befand sich im Hof der Evangelischen Stadtpfarrkirche zu Mühlbach. Es war noch im gleichen Gebäude eine Abteilung des Rumänischen Kindergartens untergebracht. Vor dem Gebäude standen um die Zeit drei schöne Kastanienbäume.

Die Einrichtung war noch dieselbe, aus früheren Zeiten, als der Kindergarten noch der Kirche gehörte. Die Tische, Stühle und Bänke waren noch aus echtem Holz weiß gestrichen. Hinter der Eingangstüre betrat man einen quadratischen Raum, der an zwei Wänden Kleiderhacken, und an zwei Wänden Waschtische mit Waschschüsseln und Hacken mit Handtüchern hatte. Um die Zeit gab es kein Fließend Wasser. Nach dem passieren einer weiteren Türe ging man drei Stufen abwärts in den eigentlichen Hauptraum. Die massiven Mauern von c.a.80 cm wurden von einem altersschwachen Kachelofen beheizt. Die spärliche Versorgung mit Holz und Kohle, die meistens nass war da die Versorgung immer im Spätherbst geschah, reichte fast immer nicht aus um die Räume den ganzen Winter zu beheizen. Aus diesen Gründen mussten die Kinder jeden Tag ein Stück Brennholz mitbringen um genügend Wärme zu erzeugen.

Die Ausstattung mit Spielsachen war auch bedürftig. Es gab eine Kiste mit Bauklötzen aus Holz, ungefähr zehn zwölf Gummibälle, vier fünf Springseile, ein Paar alte Puppen und ein Puppenhaus von einem Vater, der Tischler war, angefertigt. Das musste für 40-45 Kinder reichen.

Und Trotz allem möchte ich diese Jahre nicht missen, da hier die Grundsteine für die späteren Interessen und Fähigkeiten des späteren Lebens gesetzt wurden.

Außer den unendlich langen Pausen, wurden hier die ersten Kontakte hergestellt zu den Musen der Kunst,  sprich Literatur in Form von Mährchen und Geschichten, kleine Theaterstücke,  die regelmäßigen Bastelstunden. Ab und zu besuchte uns auch Herr Walter Hatzak und führte uns „ Kasperle – Theater“ vor.

Beitrag geschrieben von: Horst Theil

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