Ausflug in die „Cutina“


cutina

Die „Cutina“ heute.

 

Eines Tages, gegen ende des Sommers, kam uns die Idee, einen Ausflug zu planen.

Nach  vielem hin und her, entschlossen wir uns für den Ort, von den Mühlbachern und Langendörflern Kutina ( Cutina ) genannt.

Da es ein längerer weg war, musste man ein paar Vorbereitungen treffen. Passendes Schuhwerk, Regenschutz und natürlich etwas zu Essen mitnehmen. Ein Taschenmesser sollte man auch dabei haben. Den Wanderstab konnte man in den Hundserlen besorgen.

Also gingen wir mit ein paar Freunden los.

Wir wählten den Weg am Klosterbach entlang. Nach dem wir das letzte Haus, damals Szatmary, hinter uns gelassen hatten befanden wir uns in den Hundserlen nun folgten wir dem Bach entlang dem Weg. Links und rechts eine wunderschöne Margarethenwiese, Die Bachufer auf beiden Seiten mit hohen alten Erlen und Weiden bewachsen, so wie mit allerlei Gebüsch.

Nach einiger Zeit machte der Bach und der Weg eine Linkskurve, die Angler nannten diese Stelle „ beim kleinen Ausgewaschenen“, was soviel bedeutete wie ausgewaschene Uferböschung.

Wir folgten dem Weg der uns bald bis zur großen „Eisernen Brücke“ ( Bahnbrücke ) führte

Da angekommen, überquerten wir diese in Richtung Allwinz, um nach ungefähr 50 – 100 Meter zur Kleinen Brücke zu gelangen. Unter dieser Brücke war eine Quelle mit hervorragendem Trinkwasser. Da wurden alle Feldflaschen mit kühlem Quellwasser aufgefüllt. Dann ging es den Weg zurück über die große Brücke und wieder den Bach entlang am rechten Ufer. Hier begann die Vegetation sich abzuwechseln zwischen kleinen Wiesen und Büschen so wie richtigen Wäldchen. Bald gelangten wir zu dem Ort den die Rumänen „ La rosele“ ( Roschele) nannten. Der Grund war das gegenüber liegende Ufer, das eine 5 – 6 Meter hohe Steilwand in einer Bachkurve bildete, und eine rötliche Farbe hatte, wie der Rote Berg. Diese Stelle war sehr gefährlich da hier große Strudel im Wasser wahren.

Aber gut, weiter ging`s durch Wäldchen die immer dichter wurden, bis in der Höhe von Langendorf, wo noch die Reste des alten Langendörfer Steges zu sehen waren. Dieser Steg machte früher die Verbindung des Dorfes mit der „ Römer Strasse“ die durch das Rosenfeld (Ruzga) führte. Mann muss wissen dass diese Felder mal im Besitz der Langendörfer waren, und deshalb war dieser Steg errichtet worden um Zugang zu den Feldern zu haben.

Hier legten wir eine kleine Rast an. Wir saßen am Bachufer und konnten dass Dorftreiben von diesem Teil von Langendorf beobachten. In diesem Abschnitt waren auch viele Enten und Gänse von Langendorf am Bach und ließen es sich gut gehen. Einige auf der Wiese andere im Wasser.

Nach ein paar Minuten ging es weiter in die „ Wildnis“ hinein. Knapp hinter der „ Römer Strasse begann der Wald sich zu vergrößern unterbrochen nur von ab und an kleinen Wiesen.

Wir marschierten durch diese wunderschöne Landschaft noch ungefähr 3 bis 4 Km und gelangten dann zu unserem Ziel. Hier war die Stelle wo der Klosterbach den Zeckesch als Zufluss bekam.  Mittlerweile waren 2 – 3 stunden vergangen und wir machten es uns gemütlich. Mann breitete die mitgebrachten Decken aus und packte das essen aus. Einige von uns machten ein Lagerfeuer und dann hieß es Speckbraten so wie die mitgebrachten Kartoffeln, die in der Glut gebacken wurden.

Während dem Essen fand man auch die zeit sich um zu gucken und die herrliche Landschaft zu genießen.

Kutina

Der Klosterbach in der Kutina. Sommer 2012

Die Vegetation war um diese Zeit noch reichlich und mannigfaltig. Mann fand hier auch seltene Pflanzen so wie in der Vogelwelt viele Arten. Da war auch der große Uhu so wie der kleine Zaunkönig beheimatet. An den beiden Gewässern konnte man die Wasserratte, die Nutria sehr selten um die Zeit (später öfters). Da war noch der Fischotter,    Frösche so wie zahllose Insekten zu beobachten.

Zu den Gewässern wäre noch zu sagen das, wen der Wasserpegel höher war hier sehr tiefe Stellen waren. Manch mahl kamen sogar Froschmänner aus Hermannstadt um mit Harpune auf Unterwasserjagd zu gehen, da in dieser Gegend auch sehr große Fische anzutreffen waren.

In diesen Gewässern konnte man Weißfisch und Barben von größeren Ausmaßen fangen.

Am späten Nachmittag traten wir dann den Heimweg an und gelangten kurz vor Dunkelheit wieder in die „ Zivilisation“.

Schade das dieses Gebiet so wie der Rote Berg nicht schon damals zum Naturschutzgebiet erklärt wurden so das es bis heute erhalten geblieben wäre.

Heute gibt es keinen Wald mehr, nur noch Andeutungen von Wiesen. Es ist alles gepflügt.

Zum Glück, wenn auch späht, ist wenigstens der Rote Berg als Naturschutz – Gebiet ausgewiesen.

Beitrag geschrieben von: Horst Theil

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