Gedichte von Josefine Kerekesz


Zwei Gedichte von:  Josefine Kerekesz (passend zum heutigen Tag) 

Sonntag

 

  Vom Kirchturm klingen die Glocken,

sie laden zur Gottfeier ein,

ihr Klang soll unsern Zeitgenossen

ein trostvolles Zeugnis sein.

Noch ist uns unsere Kirche

Das Denkmal aus Vorväterzeit,

ein Mahnmal zu Ehrfurcht und Glauben

an Gottvaters Ewigkeit.

Lasst klingen ihr Glocken die Töne

auch in zweifelnde Herzen hinein,

mahnend die blühende Jugend

glaubens- und volkstreu zu sein

auf das vom Kirchturm die Glocken

nicht dereinst um Jahr und Tag

treulosen Kindern des Stammes

erkilngen zum letzten

zum allerletzten Schlag.

 

Herbst Nein 

In unsere Gasse ist der Herbst gezogen,

sie ist von goldfarbigem Laub besät,

das der Nordwind Nächtens abgemäht

von Bäumen, die sich ächzend bogen.

Wirbelnd kreisen Blätter in dem Wind,

flattern hoch mit taumelnder Gebärde,

fallen endlich irgendwo zur Erde,

wie ein lebensmüdes Menschenkind.

Gleich den Seelen, die zu ihrer Herbsteszeit

Ein sanfter Gotteshauch hinweg geweht,

weit von der alten Gasse, wo sie einst gelebt,

sanken sie zur Ruhe in die Ewigkeit.

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