Josef Schoppelt


Es fällt mir schwer zu sagen zu welcher Kategorie Mensch dieser Mann einzustufen ist. Zu einer Persönlichkeit? Zum einfachen Handwerkermeister? Zum einfachen Familienvater? Zum Chronisten? Ich denke er war von jedem ein bisschen, aber vor allem Mensch. Er war einer der vielen Söhne der Stadt auf die wir Mühlbacher stolz sein können, aber auch sollen.

Josef Schoppelt gehörte zu jenen Personen unserer Stadt die unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen. Warum sage ich das? Der Grund ist dass wir diesem Mann zu verdanken haben eine genaue Beschreibung aus einer gewissen Zeitspanne in der Geschichte der Stadt zu haben, die uns in vielen Fällen sehr genau die Umstände des wirklichen Lebens in Mühlbach beschreibt. Es wird nichts verschönt oder gehuldigt, die Schilderungen beziehen nahezu alle Themen des Lebens zu jener Zeit ein.

Des Weiteren war er ein Handwerkermeister dessen Erzeugnisse weit über die Stadtgrenzen begehrt waren, man bedenke dass zur sächsischen Männertracht auch selbstverständlich Stiefel gehören. Seine Beteiligung am öffentlichen Leben, seine Mitgliedschaft in mehreren Vereinen und nicht zuletzt als Zunftmeister der Tschismenmacher-Zunft, bestätigen die Bedeutung dieses Mannes für unsere Stadt.

Ich werde Ihnen jetzt einen kleinen Einblick in seine Biografie geben. ( In seinem Buch ausführlicher)

Horst Theil

  

 

Schoppelt 

Josef Schoppelt

1837 –  1929

Josef Schoppelt wurde 1837 in Mühlbach/Siebenbürgen geboren. Mit sieben Jahren 1844 besuchte er die Schule von Mühlbach bis im Jahre 1851.

Als vierzehnjähriger, im Jahre 1851, begann er eine Lehre zum Kürschner, die er aber abgebrochen hatte und bei seinem Vater den Beruf des Tschismenmacher (Stiefelmacher) erlernte.
Im Jahre 1854 wurde er zum Gesellen freigesprochen. 1860 machte er den Meister. Im selben Jahr heiratete er seine Ehefrau: Luise geb. Nössner.

Seine Werkstatt befand sich am großen Platz und war geräumig und gut gelegen.

Er beschäftigte vier Gesellen und zwei Lehrbuben.

1880 Gab er die Werkstadt auf und beschäftigte sich weiterhin mit der Landwirtschaft so wie dem Weinbau.
Josef Schoppelt war in mehreren Vereinen Mitglied, z. B. im Vorschussverein, der mit niedrigen Zinsen  den Handwerkern half an billiges Geld zu kommen.  Er war der letzte Zunftmeister der Tschismenmacher (Stiefelmacher) in Mühlbach und legte das Geld aus der Zunftauslösung für soziale Zwecke an.

Aus seinem erlebnisreichen Leben schildert er dann in seinen „Erinnerungen“ die spannenden Veränderungen in dieser Zeit.

Josef Schoppelt starb im Jahre 1929 in Mühlbach.

Quelle:

 

Erinnerungen aus den Jahren 1848 bis 1910 in Siebenbürgen

Autor: Josef Schoppelt

Herausgeber: Otto Rodamer

Verlag: Books on Demand

 

 

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