Das Evangelische Untergymnasium von Mühlbach


1552

 Das evangelische Untergymnasium in Mühlbach (Gesamtansicht)

Ich möchte in dem folgenden Beitrag versuchen etwas über das imposanteste Gebäude, neben der evangelischen Stadtpfarrkirche, von Mühlbach zu der Entstehungsphase und Umstände die dazu führten das dieses Projekt in Angriff genommen wurde, schreiben.


Eine deutsche Schule lässt sich in Mühlbach schon im Jahre 1352 nachweisen. Am 13 Juni dieses Jahres wird ein hiesiger Schulmeister, und zwar Rektor Johannes, genannt. Vom Rumeser Jüngling, der 1438 hier „Studierung halber“, also an einer höheren Schule weilte, war schon die Rede. Die verhältnismäßig große Zahl von Studierenden aus dem Unterwald an den Universitäten des Auslandes ist mit ein Beweis für den Bestand und die Güte der Mühlbacher Schule.
Fürst Johann Sigismund (16 Jahrhundert) beabsichtigte in Mühlbach, dass er auch sonst stark vergrößern wollte, eine Akademie zu errichten.
Alfred Möckel 1926


Die Tatsache ist, dass in unserer Heimatstadt um die 1860- er Jahre schon die Erkenntnis da war das die existierende Schule den Anforderungen nicht mehr gerecht war. Die Bevölkerung hatte einen bedeutenden Anstieg an jungen Leuten erfahren, die wissbegierig die Schule besuchten. Des gleichen wurde die Schule auch von außerhalb von Mühlbach immer mehr besucht. Nach sorgfältigem prüfen der finanziellen und materiellen Möglichkeiten hatte man beschlossen diesen Bau in Angriff zu nehmen. Dieser Entschluss basierte auf der Erkenntnis das man feststellte das die finanzielle Lage der Stadt und der Kirche zu dem Zeitpunkt es nicht erlaubt hätten dieses Projekt an zu gehen, wäre nicht die enorme Spendenwilligkeit der gesamten Bürgerschaft, quer durch alle Schichten der Gesellschaft, da gewesen.
Wer die finanzielle Möglichkeit nicht besaß um zu spenden, der beteiligte sich mit der eigenen Arbeitskraft oder mit Transporthilfe des Baumateriales.
Man muss erwähnen dass auch die Schulmänner ihre ganze Schaffenskraft in dieses Projekt investierten, so wohl die Physische als auch Geistige.
Es lagen mehrere Vorschläge zur Gestaltung des Schulgebäudes vor. Man entschied sich zu der heute existierenden Variante.
Der Bau wurde im neugotischen Stil gebaut, bestehend aus 3 Trakten: Der Hauptflügel und zwei Seitenflügel. Im Hauptflügel die geräumigen Klassenzimmer und eine wunderschöne Aula die man auch zu Theateraufführungen benutzen konnte. Die beiden Seitenflügel sollten zu Wohnungen der Rektoren und Lehrer dienen. Der Schulhof war gemeinsam mit dem Kirchhof. Der Haupteingang ist auf der Westseite. Der Schülereingang liegt im Schulhof auf der Ostseite. Beide Eingänge münden in einen großzügig gestalteten Eingangsbereich.

Ev._Gymn

Westfront mit Haupteingang.

Über dem Haupteingang ist das Jahr 1865 als Basorelief in einer Nische angebracht. (wahrscheinlich Vollendung des Rohbaues, „Richtfest“) Darüber im ersten Stock die Aula und ganz oben ein Schriftzug der nach und nach in ganz Siebenbürgen bekannt werden sollte „ Bildung ist Freiheit“.
Die weniger bekannten Innschriften befanden sich am alten Giebel auf der Ostseite des Gebäudes im Schulhof. Es waren 3 Innschriften, die erste links, dann oben zentral, und eine rechts.

Alte_Ansicht_Gymnasium

 Hofansicht alter Giebel mit den 3 Innschriften.

Alte_Ostansich_Giebel_1_links - Kopie

Linke Seite:
Begonnen
Im Mai
1864

Alte_Ansicht_Giebel_2

Mitte:
Des………
,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
aus seiner
Jugend
(So viel konnte ich nur entziffern)

Alte_Ostansich_Giebel_1_rechts - Kopie

Rechte Seite:
Vollendet
im Oktober
1866

Der Beschluss der Gemeindeverwaltung zu diesem Bau viel endgültig am 22. März 1863. Die Genehmigung durch das Bezirkskonsistoriums erfolgte am 8 April desselben Jahres. Der Bau der Schule begann 1864 und endete nach zwei Jahren Bauzeit im Jahre 1866.

 

 

Ehem_Ev_Gymnasium

Ostfront mit Schulhof und Schülereingang heute

Ich werde ihnen jetzt zeigen was der damalige Schuldirektor Wilhelm Schuster verfasst und veröffentlicht hat.

Auszug aus:

Programm des evangelischen

Untergymnasiums in Mühlbach

Am Ende des Schuljahres 1862 – 1863

Veröffentlicht von

Direktor

Friedrich Wilhelm Schuster

Im Besitz der Bayerischen Landesbibliothek

 Quelle: Google Books

Unbenannt18Unbenannt19Unbenannt20Unbenannt21

 

Beitrag geschrieben und zusammengestellt von: Horst Theil

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