Wappen


Liebe Leser. Nach reichhaltigen Beiträgen über die Heimatstadt Mühlbach möchte ich auch etwas über das Symbol unserer Stadt und das Symbol von Siebenbürgen erwähnen. Es gibt sicherlich auch Studien über dieses Thema die eine reichhaltigere Information darüber enthalten, ich möchte aber gerne wenigstens dass dieses auch hier in diesem Blog angesprochen wird. Wenn jemand mehr Wissen zu diesem Thema besitzt und Interesse hat es mich wissen zu lassen, bin ich bereit diesen Beitrag zu ergänzen.

 

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Das Wappen des Fürstentums Siebenbürgen

 „Im Osten des österreichischen Kaiserstaates erhebt sich aus der ungarischen Tiefebene ein freundliches Hochland, gering an Größe, doch reich an Schönheiten und Schätzen der Natur. Sein Flächenraum beträgt wenige mehr als 1100 Geviertmeilen. Im Anschluss an Ungarns nördlichen Bergwall umgeben es von allen Seiten mächtige Gebirgsketten, die Karpaten. Weithin ins Land hinein, siehst Du die Felsenkuppen und Zinnen 7000 Fuß hoch und drüber, den größten Theil des Jahres mit blendendem Schnee bedeckt, in die blauen Lüfte ragen. Nur wenige Pässe öffnen sie, gegen Mittag in das Tiefland der untern Donau, gegen Morgen zu den weiten Slawen Ebenen Russlands, also, daß der Herr selber das Land auf die Grenze abendländisch-europäischer Bildung hingestellt hat zu einer starken Wehr … Von den hohen Grenzgebirgen ausgehend durchziehen meist waldgekrönte Bergreihen das Land nach allen Richtungen. Das Land birgt in überraschender Fülle Salz und kostbare Erze jeder Art, von dem Eisen womit man das Leben schirmt, bis zu dem Gold, das es verdirbt. Zahllose Heilquellen entströmen dem Schoße der Erde; Bäche und Flüsse verschönern und bewässern überall das Land. An sonnigen Berghalden glüht die Rebe und blüht der edle Obstbaum; in den Tälern wogt das Weizenfeld; Wildbrät durchstreift die Wälder; an zahmen Haustieren ist nirgends Mangel. Das ist das Land Siebenbürgen, und wo zum Glück seiner Bewohner Etwas fehlt, da tragen diese meist selber die Schuld.“ 

G. D. Teutsch: Geschichte der Siebenbürger Sachsen. 1. Auflage, Kronstadt 1858, S. 3-4 (Hervorhebungen von Teutsch).

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Wappen der Stadt Mühlbach

(Darstellung als Relief am Oberteil der Küsterwohnung)

Eine andere Darstellung, als Schildwappen in Stuckausführung, befand sich über dem Haupteingang des früheren Gasthofes „Goldener Löwe“. Dieser Gasthof wurde wahrscheinlich nach dem Löwen aus dem Stadtwappen benannt. Nach der umfassenden Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes ist dieses Stuckrelief nicht mehr sichtbar. Der Löwe im Stadtwappen war goldfarben (Gelb) auf rotem Hintergrund, gekrönt mit einer goldenen (gelben) dreizackigen Krone (Corona Regis). Diese wiederum symbolisierte den Status das Mühlbach eine freie Königliche Stadt war. Der rote Hintergrund symbolisierte den Mut, die Liebe und Opferbereitschaft so wie die Unabhängigkeit. Das Gold (Gelb) symbolisierte die Kraft und Gerechtigkeit.   

 

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 Wappen der Stadt Mühlbach

(Grafik aus der Zeit von Österreich – Ungarn)

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 Die gleiche Darstellung als Relief in Stein.

(Mit Lateinischem Text)

 

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Das Wappen von Mühlbach (Stuck)

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Aktuelles Wappen der Stadt Mühlbach

(Die Fünfzackige Basteikrone wurde im Jahr 2000 hinzugefügt, und besiegelt den Status eines Munizipiums)

 

Horst Theil

 Bilder: Wikipedia; Radu Heitel, Monumentele medievale din Sebeș-Alba, edit. Meridiane, București, 1964

 

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