Ohne Titel


Wenn ein gebürtiger Mühlbacher oder Mühlbacherin, die Jahre oder Jahrzehnte, weit weg von der Heimatstadt leben  hat fast jeder in seinem Leben Momente wo die Gedanken zurück in die Vergangenheit schweifen. Das kommt natürlich ab einem gewissen Alter, wo man manchmal in einer stillen Stunde Bilanz über sein Leben zieht. Ich bin sicher dass es nicht nur Mühlbachern so ergeht sondern allen Siebenbürgern, aber nicht nur denen, sondern allen Menschen die im Laufe ihres Lebens entwurzelt wurden aus welchen Gründen auch immer.  Man sitzt da und die verflossenen Jahre ziehen im Geiste wie ein Film vorbei. Mann erinnert sich an die einzelnen Abschnitte des Lebens und manches mahl auch an ganz bestimmte Einzelheiten die man längst vergessen glaubte. Die Gedanken schweifen zurück in der Zeit bis in die frühe Kindheit. Manchmal kreuz und quer. Bei meinem letzen Besuch in Mühlbach (Dezember 2013), wenn auch nur ein paar Tage hatte ich doch Zeit allein durch die Stadt zu schlendern. Mit jedem Schritt und jedem Ort kamen Erinnerungen hoch. Man sah bekannte Gesichter (wen auch wenige), Die Kirche, den Stadtpark, die Häuser der Innenstadt. Hier ging man abends Spazieren und hat viele Sachen erlebt mit Freunden und Bekannten sich getroffen. Den Weg von zu Hause zum Kindergarten, zur Schule und später zur Arbeit. Den wöchentlichen Markt wo man eins und anderes besorgte, von Lebensmittel bis zum Besen. Plätze und Orte wo man eins und anderes „Organisiert“ hatte, sprich unter der Hand gekauft. Ich ging auch durch die Gassen der Vorstadt die auch mit vielen Erinnerungen verbunden sind. Die Gassen wo ich geboren wurde, wo ich die Kindheit verbracht und später eine Familie gegründet habe. Ich sehe mit dem Geistigen Auge die Freunde und Bekannten dieser Gassen, die Nachbarn. Ich möchte ihnen mit diesen Zeilen nicht eine Nostalgiestunde bereiten sondern einen kleinen Anstoß geben die Erinnerungen wach zu halten und jeder der es kann diese zu Papier zu bringen. Ich kannte Leute, zu denen ich mich auch zähle, die gerne etwas wissen wollten aus der Vergangenheit aber niemand mehr da war den sie fragen konnten. Ich habe diese Erfahrung gemacht beim Zusammentragen von Informationen für diesen Blog und für das geplante Heimatbuch der Stadt Mühlbach. Diese Erinnerungen der Leute stehen in KEINEM Geschichtsbuch geschrieben wo man nachschlagen kann. Das geballte Wissen und die Erinnerungen der einzelnen Bürger sind die wahre Lokalgeschichte eines Ortes. Es gibt so viele Beispiele für diese Tatsache. Ich möchte keine Namen nennen aber Mühlbach hatte immer solche Leute wie Historiker und Chronisten die in einigen ihrer Werke auch über das Tägliche Leben und nicht nur rein Geschichtliches niedergeschrieben haben. An dieser Stelle meinen Dank an diese passionierten Söhne der Stadt. Ob wohl nur eine Handvoll Leute dazu beigetragen haben Beiträge und Aufsätze für das Heimatbuch zu schreiben und einzuschicken, bin ich froh das ein Beträchtliches Volumen an Beiträgen vorhanden sind. Danke an alle und an die HOG Mühlbach die dieses möglich gemacht haben. Ich hoffe das das Buch bis zum nächsten Mühlbacher Treffen in Dinkelsbühl Gedruckt ist und da, von jedem der Interesse hat, gekauft werden kann. Nach dem erscheinen des Buches kann jeder der Spaß am schreiben hat mit mir Kontakt aufnehmen ich bin bereit die Aufsätze und Beiträge auf diesem Blog zu veröffentlichen.

In diesem Sinne verbleibe ich.

Horst Theil 

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2 Gedanken zu “Ohne Titel

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