2014


Allen meinen Lesern!

Viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für das neue Jahr 2014!

Ich bedanke mich bei Ihnen für die Treue die sie mir erwiesen haben, und hoffe das diese auch im kommenden Jahr weiter hält.

Ich werde mich bemühen auch im kommenden 2014 einige , wie ich hoffe, für Sie interessante Beiträge zusammen zu stellen.

Prosit

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Die Tore der Innenstadt von Mühlbach


Bei meinem letzten Besuch in Mühlbach, bei einem Spaziergang durch die Innenstadt, viel mir auf dass einige Tore der alten Gebäude erneuert, und nicht restauriert wurden.

Alle Wohn- und Geschäftshäuser der Innenstadt hatten die Eingangstore in verschiedenen Ausführungen und Modellen. Da entschloss ich mich einige Aufnahmen, von den noch im Originalzustand übrig gebliebenen, zu machen. Es ist vielleicht eine Schnapsidee aber ich will versuchen diese Tore wenigstens auf Bild fest zu halten, bevor diese einzigartigen Kunstwerke durch „ normale“ Metall oder Holztore ersetzt werden.

Wenn sie die Bilder gesehen haben, werden sie feststellen das jedes dieser Tore ihr eigenes Aussehen hat, aber vielleicht vielen nicht bewusst geworden ist das auch diese Tore ein Teil des Historischen Erbes von Mühlbach darstellen.

Text und Bilder:

Horst Theil

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Haus Bechthold

Erich Frank, der Spenglermeister aus Mühlbach.


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Erich Frank (1910 – 1989)

 Die Ehe von Ferdinand Johann Frank mit Elisabetha Johanna Frank, geb. Schoppelt ergab vier Kinder: Nandi Frank, Johanna verh. Konnerth, Martha verh. Dahinten und Erich Frank.

Der Spenglermeister aus Mühlbach, Erich Frank, wurde am 26. März 1910 in Mühlbach geboren. Die Liebe für die Spenglerei hat er von seinem Vater geerbt, der auch Spenglermeister war, auch wenn  der Großvater Kürschnermeister war.

Als Kind hat er die deutsche Schule in Mühlbach besucht. Die Lehre als Spengler hat er in der Werkstatt seines Vaters (die sich auf der Inneren Siculorumgasse, heute Bld. Lucian Blaga nr 70. befand)  abgeschlossen.

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Erich Frank (2. von rechts mit Sicherheitsgurt) vor dem Carolinator

 Bekannt für seine Arbeiten, hat er das Dach des dritten Tores der Festung aus Karlsburg, Carolina genannt, gedeckt. Eine andere bekannte Arbeit vom Spenglermeister Erich Frank sind die Dachrinnen der evangelischen Kirche von Mühlbach. Außer dem hatte er Bestellungen von Leuten aus Mühlbach und Umgebung. In der Zeit als Erich als Spengler gearbeitet hat, waren in vielen Häusern Sägespäne Öfen, die von ihm hergestellt wurden. Auch lange nachdem er in Rente war – 1975- hatte er in seiner Werkstatt zu tun.

In seiner Freizeit hat der Spenglermeister Briefmarken gesammelt. Jeden Sonntag setzte er sich, nach dem Kirchenbesuch, an den Schreibtisch und arbeitete an seinen Markenalben.

Er hatte seine Freizeit, unter anderem, einem Stadtplan von Mühlbach aus dem Jahre 1926 gewidmet, wo die Hauseigentümer  Mühlbachs und die damaligen deutschen Benennungen der Strassen eingetragen sind. Dieser Stadtplan diente, nach dem Fall des Kommunismus, auch dazu, die Strassen Mühlbachs neben der rumänischen Benennung auch in deutscher Sprache zu beschriften.

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Digitalisierter  Auszug des Stadtplanes von Mühlbach

 

Erich Frank heiratete 1946 die Witwe Irene Welther, geb. Göbbel, aus Mühlbach. Irene und Erich kannten sich seit langen Jahren, da sie denselben Freundeskreis hatten. Irene hatte 2 Kinder aus der vorherigen Ehe: Karlheinz Welther und Brigitte verh. Koreck. Erich und Irene bekamen nach einem Ehejahr, im Jahre 1947, den Sohn Rolf Dittmar Frank. Rolf Frank hat die Universität in Klausenburg abgeschlossen und unterrichtete Mathematik in der deutschen Abteilung der Allgemeinschule Nr. 2. in Mühlbach im Zeitraum 1980-1987 und 1990-2012.

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Erich Frank mit Familie:  Irene, Brigitte, Karlheinz, Rolf

 Sein Tod kam unerwartet im April 1989. Er wurde auf dem evangelischen Friedhof in Mühlbach beerdigt.

Beitrag zusammengestellt und geschrieben von:

 Sohn Rolf Frank und Enkelin Iuliana Frank

Wie auch bei anderen Mühlbachern, ist auch bei Erich Frank zu bemerken das er nicht nur Handwerkermeister sondern auch manchmal dichterisch tätig war.
Eines seiner dichterischen Werke möchte ich ihnen nahe legen. Aus seiner Traurigkeit über die Auswanderung seiner Freunde und bekannten der Heimatstadt Mühlbach, entstand das nachfolgende Gedicht. Gleichzeitig kann man seine Enttäuschung über diese Tatsache und eine Ermahnung gegen das Vergessen derer die diesen Schritt vermieden haben.

Und nun das Gedicht:

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Horst Theil

Die Deportation der Deutschen aus Mühlbach nach Russland.


Eines der dunkelsten Kapitel aus der Vergangenheit unserer Stadt, war die Zeit gegen Ende des II- ten Weltkrieges im Jahre 1945.

Dieses galt nicht nur für Mühlbach sondern, für alle Regionen von Siebenbürgen und Rumänien, überall dort wo es deutschstämmige Bürger gab.

Was war geschehen?

Im Verlaufe des Königlichen Staatsstreichs vom 23. August 1944 ließ König Michael I. von Rumänien den „Staatsführer“ Marschall Ion Antonescu verhafteten und beendete unerwartet das Waffenbündnis mit dem Deutschen Reich. Das Land stand von nun an der Seite der Alliierten. In der Folge nahm die Rote Armee Rumänien ein und stationierte Truppen im ganzen Land. Nach der von Winston Churchill und Josef Stalin getroffenen und von den Amerikanern akzeptierten Vereinbarung war das besetzte Rumänien ab 1945 fester Bestandteil der sowjetischen Einflusssphäre.

Der Waffenstillstandsvertrag Rumäniens mit den Alliierten vom 12. September 1944 enthielt keine Vereinbarung oder Geheimklausel über Reparationsleistungen durch die Bereitstellung von Arbeitskräften.

Schon unmittelbar nach der rumänischen Kapitulation am 23. August 1944 gingen Gerüchte einer bevorstehenden Deportation der „Volksdeutschen“ um. Neben anderen Reparationsleistungen sollte Stalin angeblich 100.000 rumänische Staatsbürger als freiwillige Arbeitskräfte für den Wiederaufbau der Sowjetunion gefordert haben. Gegen Ende des Jahres verstärkten sich die Gerüchte über eine bevorstehende Verschleppung.

Zu diesem Zeitpunk war der Krieg noch nicht zu Ende aber es Zeichnete sich schon ab, dass Deutschland den Krieg verlieren würde.

Das ganze System brach zusammen und ins besonders als die Russen einmarschierten und alle Städte von Rumänien besetzten, also auch Mühlbach. Nach vielen Interventionen der Rumänen bei dem Russischen Besatzungsapparat, der auf der ganzen Linie scheiterte, musste Rumänien aufgeben und sich der Russischen Übermacht beugen.

Niemand der Deutschen Bevölkerung aus Mühlbach wusste nun was geschehen würde, und alle harrten nun was da kommen würde von Seiten der Russen und Rumänen. Eine lähmende Angst machte sich unter den Leuten breit, aber niemand ahnte dass sie verschleppt würden um zu bezahlen was Deutschland an Russland begangen hatte.

Die Russen aber in Rumänien jetzt gefestigt, verfolgten aber unbeirrt ihre eigenen Ziele, die auch für die Rumänen nicht unbedingt günstig waren. Das Hauptziel war den Kommunismus in Rumänien ein zu führen mit allen seinen Gräueltaten wie sich viel später herausstellen sollte. Das Diktat das Russland Rumänien aufsetzte war grausam und total. Jeder Versuch da wieder auszubrechen scheiterte.

So geschah es das der Rumänische Staat gezwungen wurde eine Reihe von Gesetzen mit sofortiger Wirkung heraus zu geben und die Ausführung derer wurde von den Russen Überwacht. In jeder besetzten Stadt, so auch in Mühlbach, blieben eine Russische Garnison zurück und politische Kommissare. Die „ Deutsche Volksgruppe“ wurde aufgelöst. Das Eigentum dieser ging in Staatsbesitz über und die Leiter der DVG aus Mühlbach wurden verhaftet.

Es wurden Tabellen mit allen Deutschstämmigen angefertigt die alle Männer von 17 bis 45 Jahre, und Frauen von 18 bis 30 Jahre, umfassten. All diese wurden ausgehoben und zum Sammelplatz gebracht. Ausnahmen waren Frauen mit Kinder unter einem Jahr, oder Behinderte die nicht arbeitstauglich waren. Die verhafteten mussten Lebensmittel für 15 Tage bei sich haben. Wen der Weitertransport nicht in 15 Tagen erfolgte mussten die Lokalbehörden oder der Rest der zurückgebliebenen Familie dafür aufkommen, wen das nicht gelang mussten andere Deutsche das tun. Die Verhaftungen geschahen Gleichzeitlich im Ganzen Kreiß. Dieses geschah ab dem 3. Januar 1945.

Diese Aktion musste bis zum 9. Januar 12 Uhr beendet sein. Die Gefangenen durften maximal ein Gepäck von 20 Kg bei sich haben. Die Frauen die mit Rumänen verheiratet waren wurden auch nicht verhaftet so wie die Männer die Rumäninnen zur Frau hatten, so wie die Kinder dieser Ehen. Und noch eine reihe ähnlicher Regelungen auf die ich nicht näher eingehen möchte.

Fakt ist das die Russen darauf bestanden das die Quote  an Arbeitskräften eingehalten werden musste. Das hatte zur Folge, das auch Jüngere und ältere Personen verhaftet wurden als vorgeschrieben war.

Unter dem Druck der Kommissare , der Unzureichenden Ausbildung der Jandarmerie, der Angst der Rumänischen Bevölkerung das gleiche Schicksal zu erleiden, den mangelhaften Listen und dem Drang alles so schnell wie möglich zu beenden, wurden Gravierende und folgenschwere Fehler und Übergriffe Begangen.

Die Sammelpunkte in Mühlbach waren hauptsächlich die Schulgebäude des Evangelischen Gymnasiums, des Rumänischen Gymnasiums und der Grundschule. Hier wurden die Verhafteten in die Klassenzimmer, getrennt nach Sex, zusammengepfercht. Die Bewachung wurde von der Russischen Armee, der Jandarmerie und Polizei, so wie vom Mühlbacher Kavallerieregiment vollzogen. Nach ein paar Tagen wurden die Gefangenen zu Fuß, und strengstens bewacht, in Kolonne zu viert, in Richtung Bahnhof geführt. Hier wartete ein Zug mit 8 der berühmten „Bou – Waggons“ auf die Ankunft der Gefangenen. Diese wurden je 30 – 40 in einen Wagon gesperrt und die kleinen Fenster mit Bretter vernagelt. In jedem Waggon waren ein paar Holzbänke und ein wenig Stroh. Nach Stunden und Stunden fuhr der Zug mit den Gefangenen deren ungewisser Zukunft entgegen. Für viele eine Reise ohne Wiederkehr. Diese Deportierungen in Russische Arbeitslager, die bis in das ferne Sibirien reichten, waren Für unsere Landsleute, mit Katastrophalen und Verheerenden Folgen verbunden. Kinder verloren ihre Eltern oder Elternteile, Eltern verloren ihre Kinder. Familien wurden auseinander gerissen mit brutalster Gewalt. Diese Verschleppung dauerte bis zu 5 Jahren und mit ausnahmen auch länger. Viele unserer Landleute sahen die Heimatstadt nie wieder, und niemand weis ob oder wo ihre Leichen Bestattet wurden. Andere wieder kamen todkrank zurück und verstarben kurz darauf. Die meisten aber konnten sich nicht mehr erholen und litten ihr restliches Leben an den Folgen.

Im Anschluss eine Liste der Frauen und Männer aus Mühlbach die Nach Russland deportiert wurden ich kann nicht sagen ob diese Liste alle die erfasst die dieses Schicksal geteilt haben.

Diese Liste umfasst nicht die Gefangenen aus: Petersdorf, Langendorf, Kelling, Pien, und Winz, die ebenfalls in Mühlbach gefangen gehalten, und auch von da abtransportiert wurden. 

Zur Erinnerung an die Nahmen der Mühlbacher die diese Torturen mitgemacht haben.

Frauen – 88 Personen

Männer – 51 Personen

russlanddeportiert frauen

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 Die Deportation im Allgemeinem

In Siebenbürgen wurden zwischen dem 11. und 16. Januar 30.336 Siebenbürger Sachsen verhaftet, also circa 15 Prozent bezogen auf die Volkszählung von 1941. Davon waren 46,4 Prozent Männer und 53,4 Frauen. Konnte das Soll nicht erfüllt werden, weil die Listen Personen umfassten, die abwesend waren oder sich versteckt hatten, wurden Männer und Frauen festgenommen, die älter oder jünger als das vorgesehene Alter waren, Dieses war bei 10 Prozent der Rekrutierten der Fall, die ältesten Verschleppten waren 55, die jüngsten 13 Jahre alt.

Etwa zwei oder drei Tage nach der Eintreibung fuhren die Transporte ab. Kleinere Gruppen mit deutschen Angehörigen der rumänischen Armee oder aufgestöberten Versteckten folgten im Februar nach. Die in Târgu Jiu  inhaftierten arbeitsfähigen Funktionäre der „Deutschen Volksgruppe“ wurden am 11. Januar abtransportiert. In Viehwaggons, in die man jeweils 40 bis 70 Männer und Frauen zusammenpferchte, dauerte die Fahrt bei eisiger Kälte, primitivsten hygienischen Verhältnissen und notdürftiger Versorgung bis zu den Bestimmungsorten mehrere Wochen. Für neun von zehn Deportierten endete der zweiwöchige Transport im Donez – Becken und im Dongebiet in der Ukraine in den Bezirken Dniepropetrowsk, Stalino sowie Woroschilowgrad. Die übrigen waren sechs Wochen unterwegs und wurden in den Bezirk Molotow im Ural verbracht. Die Deportierten wurden hier in 85 Lager verteilt, die allerdings häufig nicht darauf vorbereitet waren, die Verschleppten menschenwürdig aufzunehmen. Dort arbeitete jeder Dritte im Bergbau, jeder Vierte im Bauwesen, die übrigen in der Industrie, Landwirtschaft oder Lagerverwaltung. Die wenigsten erhielten Arbeit in ihren Berufen zugeteilt. Infolge der schlechten Unterbringung und unhygienischer Bedingungen, der schlechten medizinischen Betreuung, der dürftigen Ernährung, der schweren Arbeitsbedingungen und Unfälle gab es viele Kranke und Tote. Die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen war im Allgemeinen auf ein Minimum begrenzt, die Deportierten durften lediglich 25 Worte nach vorgeschriebenem Muster an ihre Verwandten schreiben.

Bald schon wurden die ersten Kranken und Arbeitsunfähigen entlassen, wobei sich die Entscheidungsträger über Verbleib oder Entlassung allein vom Arbeitswert der Internierten leiten ließen. Schon im Herbst 1945 wurden 3548 und im Folgejahr 1546 Personen über Frankfurt an der Oder in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) entlassen, sowie 861 Personen nach Rumänien; 1947 wurden 2950 Personen in die SBZ entlassen und 402 nach Rumänien. Ab 1948 verbesserten sich die Lebensbedingungen, so dass die Zahl der Kranken und Toten stark zurückging. Erst ab diesem Jahr wurden auch gesunde Arbeitskräfte (insgesamt etwa 49 Prozent) entlassen, und zwar ausschließlich nach Rumänien. Ab Oktober 1949 wurden die Arbeitslager in der Sowjetunion aufgelöst.

8486 Verschleppte, das letzte Drittel, kehrten daraufhin nach Siebenbürgen zurück. Aus der Sowjetzone Deutschlands kehrten etwa 50 Prozent heim. Die übrigen gelangten meistens nach Westdeutschland, während 182 Personen in der späteren Deutschen demokratischen Republik verblieben. Lediglich eine kleine Gruppe von 202 Personen wurde erst 1950 bis 1952 nach Hause entlassen. Sieben Siebenbürger Sachsen verblieben in der Sowjetunion.

3076 Personen, also knapp 12 Prozent der Deportierten, verloren während der Deportation in der Sowjetunion ihr Leben. 1947 war die Todesrate am höchsten. Das Verhältnis von Männern zu Frauen unter den Todesopfern lag bei drei zu eins.

 

Beitrag geschrieben von Horst Theil

Quellen:

 – Wikipedia

 – Nicolae Afrapt:    Germanii din Sebes în primii ani ai comunismului 1945 – 1950

Für meine Leser


Da ich über Weihnachten und Silvester nicht zu Hause bin, möchte ich schon heute, allen meinen Lesern von „ Mühlbach in Siebenbürgen“, frohe Weihnachten und ein glückliches und gesegnetes neue Jahr 2014 wünschen.

Ein Jahr neigt sich seinem Ende entgegen und viele von uns ziehen geistig Bilanz über das scheidende Jahr. Für manche unter uns haben sich die Ziele und Wünsche, teilweise oder gänzlich, erfüllt. Für einige nicht. Wir sollten aber dankbar, sein wenn wir gesund sind oder die Gesundheit wieder erlangt haben. Wir sollten dankbar sein, wenn wir einen Arbeitsplatz haben oder erhalten haben. Wir sollten dankbar sein, wenn wir wahre Freunde haben oder einen erhalten haben. Wir sollten dankbar sein, wenn wir mit unseren Mitmenschen gut zu Recht kommen.

In der Welt gibt es viel Ungerechtigkeit, Hass, Betrug, Habgier, Falschheit und Neid. Wir sollten dankbar sein, wenn wir diese Eigenschaften nicht besitzen.

Wir sollten, nach unserer Möglichkeit, immer versuchen gerecht, aufrichtig und liebevoll mit unseren Mitmenschen zu sein. Wir sollten versuchen unseren Nächsten, mit was wir können, zu helfen wenn Not am Mann ist und dann, und dort wo die Hilfe gebraucht wird.

Wenn wir diese Bestrebungen verfolgen und unser Leben danach richten, dann haben wir das größte mögliche  Geschenk.

Zum Abschluss möchte ich mich bei euch allen bedanken das sie mir die Treue bewart haben, und ich hoffe dass wir auch das neue Jahr 2014 gemeinsam verbringen. Herzlichen Dank auch an all diejenigen die mir bei der Gestaltung und den Innhalten dieser Blog – Seite mitgeholfen haben.

Euer  Horst Theil

Photostudio Cloos


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Carl Viktor Cloos

(1890 – 1968)

Die Geburt der Photographie begann mit dem 7. Januar 1839, dem Tag an dem Dominique François Jean Arago, ein französischer Physiker mit katalanischen Wurzeln, an der Französischen Akademie der Wissenschaften in Paris, einen Vortrag über die Erfindung der Photographie gehalten hat.

Mühlbach, das als stolze Stadt etwas auf sich hielt, hatte bereits kurz darauf eine Reihe von Photographen. Es waren dies begabte und weniger begabte, Amateure und Profis, aber nur zwei waren gut genug, sich mit dem der Bezeichnung „Kunstphotograph“ zu schmücken. Carl Viktor Cloos und seine Frau Ida. Ida Cloos (1899 – 1976) wurde als Tochter von Emil Albert Schneider geboren, welcher das erste Photostudio in Mühlbach eröffnete.
Carl Viktor Cloos wurde in Karlsburg geboren und wuchs in Kronstadt auf, wo er das Honterusgymnasium besuchte. Während des ersten Weltkrieges verschlug es ihn nach Mühlbach, wo er dann blieb und dort auch heiratete.

Nach dem Tod seines Schwiegervaters Albert Schneider, sah er sich zusammen mit seiner Frau Ida gezwungen, dessen Photostudio zu übernehmen, das sich damals in der Rosengasse befand. Seine Lehre machte er in Hermannstadt bei dem berühmten Photographen Emil Fischer, dem damaligem Kaiserlich-Königlichen Hofphotographen von Erzherzog Josef. Danach arbeitete er von 1919 bis 1930 in Mühlbach, die nächsten fünf Jahre in Temeswar. 1935 kehrte er schließlich nach Mühlbach zurück.
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zog das Studio in die Siculorumgasse um. Nach dem Krieg wurde es samt Inventar vom Staat enteignet. Nun sah sich Cloos samt seiner Mitarbeiter genötigt, in seinem eigenen Studio, als Angestellter der kommunistischen Mühlbacher Handwerkergenossenschaft „Unirea“ (Vereinigung) zu arbeiten.
Seine beiden Töchter, Annemarie und Rosemarie Cloos erlernten den Beruf des Photographen im elterlichen Studio, so dass die beiden in der Lage waren nach dem Tode ihres Vaters den nun enteigneten ehemaligen Betrieb ihres Vaters fortzuführen. Das Künstlerische Können und die Begabung dieser Photographen, kann man in jedem ihrer Bilder erkennen. Beginnend von gefühlvollen Retuschierungen, bis zu Ergänzungen mit kleinen Korrekturen am Bild.
Ein Teil des umfangreichen, über Jahrzehnte gesammelten Archivs befindet sich heute im Mühlbacher Stadtmuseum „Ion Raica“.

Abschließend kann gesagt werden, dass ein bedeutender Teil des photographischen Materials, mit dokumentarischem Wert zur Zeitgeschichte unserer Stadt, welches uns heute zur Verfügung steht, diesem Studio mit seinen verdienstvollen Photographen zu verdanken ist. Schade ist nur, dass in der damaligen Zeit eine Ausstellung aus politischen Gründen nicht möglich war. Durch entsprechende Ausstellungen hätte dieses Studios sicherlich weit über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt und hätte so die wohlverdiente Wertschätzung eines weit größeren Personenkreises erfahren.

Beitrag geschrieben von Horst Theil
Quelle: Zeitschrift „ Der Unterwald“

 

Der Bahnhof von Mühlbach


Wie kam Mühlbach zu einem Bahnhof? Die Umstände und Uhrsachen reichen zurück in die Zeit wo alle Transporte von Gütern jeglicher Art, so wie auch der Personentransport noch auf dem gut ausgebauten Straßennetz durch Siebenbürgen verlief. Die Günstige geografische Lage der Stadt Mühlbach, wo die Hauptverkehrsstraßen vom Banat nach Siebenbürgen und weiter hinauf nach Norden in Richtung Klausenburg und Großwardein, sich kreuzten,  war auch ein Grund dafür. Von Hermannstadt weiter nach Osten gab es bereits die Eisenbahn. Im Banat wurden auch schon früh die Vorzüge der Bahn genutzt. In dieser Zeit gehörte Siebenbürgen noch zu Österreich – Ungarn, und Hermannstadt war bis jetzt über Klein – Kopisch an das Österreich – Ungarische Bahnnetz angeschlossen. Daher wurde beschlossen die Gleise über den kürzeren Weg über Mühlbach bis Winz zu verlegen, um die Fahrzeit zu verkürzen. Und so entstand die Strecke Hermannstadt – Unter – Winz mit allen Stationen und Haltestellen die bis heute erhalten sind. Die Strecke wurde den  25 November im Jahre 1897 fertig gestellt und in Betrieb genommen. Mit dem erscheinen der Bahn wurden zwar die Wagen und Transport Karawanen, so wie die Postkutschen zurückgedrängt, aber ins gesamt war es ein Faktor der die Entwicklung der Stadt vorantrieb. Besonders die Entwicklung des Gewerbes und den des Personenverkehrs. Die Gasthöfe und Waren – Umschlagplätze litten auch darunter und viele mussten zu machen. Aber alles in allem war es eine Bereicherung. Das Bahnhofsgebäude bestand aus einem Schalterraum, einem Wartezimmer für Fahrgäste, einem kleinen Lager für Pakete und Waren im Erdgeschoss. In der Etage waren die Wohnung des Stationsvorstehers und ein Verwaltungsraum. Neben dem eigentlichen Bahnhofsgebäude gab es noch einige kleine Nebengebäude mit unterschiedlichen Funktionen für den Betrieb einer Bahnstation.

Bahnhof um 1908

Der Bahnhof von Mühlbach im Jahre 1908

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Der Bahnhof 2014

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Bahnhofsgebäude gesehen von der Rückseite 2014

 

Beitrag geschrieben von Horst Theil

Quelle: Wikipedia

Neue Bilder: Florin Muntean