Noch einige Gasthöfe im alten Mühlbach


„Unterwald“

Das Hotel und Restaurant „Unterwald“ befand sich in der Sikulorumgasse an der Ecke mit der Entengasse. Das Gebäude war Eigentum der Mühlbacher Sparkassa AG und wurde an verschiedene Pächter vergeben. Neben dem in einem anderen Beitrag beschriebenen „Goldenen Löwen“, war der „Unterwald“ einer der bedeutendsten, und weit bekannten Gasthöfe. Das Gebäude verfügte im Parterre über ein gut gehendes Restaurant mit lokaler Küche und Lagerräumen. Die Etage beherbergte mehrere gut ausgestattete Gästezimmer. Im „Unterwald“ trafen sich die meisten der Mühlbacher Vereine, so wie auch verschiedene Stammtischgesellschaften, bei Festlichkeiten und feiern.

Im „Unterwald“ spielten die besten Musikanten der Gegend zum Tanze. Als Beispiel, die um die Zeit, berühmten Brüder Pongratz. Nach diesen spielte das Orchester „Poldi“ das später ach auf der „Insel“ tätig war und an die sich die ältere Generation noch gut erinnern kann.

Bild. Poldi Zanca.

Das Orchester „Poldi“ hier im „Unterwald“

Foto: Poldi Zanca

In der kommunistischen Ära funktionierte hier eine Konditorei und Hotel (zu der Zeit das einzige in Mühlbach). Heute ist das Gebäude leer und verwahrlost. (Eigentumsfrage noch nicht geklärt)

Unterwald0002

 Der „Unterwald“ (rechtes Gebäude)

 

unterwald

Gewesener „Unterwald“ heute 2014


 

Restaurant Stolz

 

Ein weiteres Lokal das von den Mühlbachern sehr beliebt gewesen ist, war das Restaurant Stolz. Dieses im Rathausgässchen gelegen hatte auch einen guten Standort. Das Rathausgässchen war die Verbindungsstrasse zwischen dem großen Platz (Marktplatz) und Holzplatz und gleichzeitig der Weg in die nördlich gelegene Vorstadt. Also immer reges Treiben mit vielen Passanten die dann oft auf ein kühles Bier oder Wein da einkehrten.

Das Restaurant befand sich in einem lang gezogenem Gebäude ungefähr in der Mitte der Strasse. Hier fand man ein elegantes Ambiente, gute Speisen und Getränke und gute Musik.

Des Weiteren befand sich im Hof ein gut ausgestatteter Biergarten mit Baumbestand und Lauben wo man es sich gut gehen lassen konnte. Zimmer zum Übernachten waren auch da.

Werbeanzeige_Gemeindeblatt_1925_Stoltz_klein

Werbeanzeige im Gemeindeblatt 1925


Restaurant_Stolz_Mühlbach_um_1998 - Kopie - Kopie

Der Biergarten um 1898


Restaurant_Stolz_Mühlbach_um_1998 - Kopie

Das Restaurant um 1898

 

Restaurant_Stolz_Mühlbach_um_1998 - Kopie - Kopie (2)

Das Gebäude

Dieses Lokal funktionierte von 1844 bis in das Jahr 1940 Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es enteignet und in mehrere Wohnungen aufgeteilt. Diesen Zweck erfüllt es auch heute noch.

ssstolz

 Das Gebäude heute


„Bogenmeier“

Das Wirtshaus „Bogenmaier“ war von kleinerer Bedeutung. Das an der Hauptstrasse, der äußeren Sikulorum auf der linken Seite, gelegene Lokal war zwar gut gelegen hatte aber nicht viel und zahlkräftiges Publikum. Zu letzt als Wohnhaus genutzt wurde es im Jahre 1968 abgerissen und das neue Postgebäude auf der Stelle errichtet.

Werbeanzeige_Gemeindeblatt_1925_Bogenmeier_klein

Werbeanzeige im Gemeindeblatt 1925


„La pomul verde“.

 

Zu Deutsch „Zum grünen Baum“. Vor dem Westtor der Stadt, Ecke Mühlgasse mit Griechengasse gelegen, hatte dieser Gasthof einen hervorragenden Standort. An der Landstrasse Arad – Hermannstadt und Klausenburg – Hermannstadt. Das Gebäude wurde Ende des XVIII- ten Jahrhunderts in altdeutschem Stil erbaut. Es verfügte über einen großen Hof einen Schankraum und Übernachtungsmöglichkeiten.   Über ein halbes Jahrhundert war es im Besitz der Familie Rohdt. Daher blieb der Name in der rumänischen Bevölkerung „La Rodoaie“. Von 1880 wurde das Gebäude als Kaserne benutzt und zwar vom dem 64 Regiment bis Ende des XX- Sten  Jahrhunderts als das Regiment nach Broos versetzt wurde.

Vor dem Gebäude befand sich der von den Mühlbachern „Kleine Allee“ genannte Hain. Das war eine mit alten Linden und Kastanien bewachsene Fläche, in deren Schatten die Gespanne abgestellt werden konnten. Hier wurden auch die Zugtiere gefüttert und getränkt oder im Schatten auch ein Mittagsnickerchen gemacht werden konnte. Die meisten Gäste waren aus der „Marginime“ also aus dem Mühlbachtal, dem Pienertal und Miereschtal. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude enteignet und in mehrere Wohnungen aufgeteilt.

Zum grünen Baum

Das Gebäude des gewesenen „La pomul verde“

 

Horst Theil

Quellen: Ion Raica und Otto Elekes

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s