Ausdrücke und verwendete Wörter im alten Mühlbach


Da ich schon so manche Erinnerung und so manche Zeilen über und von Mühlbach niedergeschrieben habe, möchte ich heute einige Wörter und Begriffe die in Mühlbach im Umlauf waren zu erklären versuchen.

Diese gehen zum Teil biss in die Tage der Einwanderung der Sachsen, der Durlacher und der Schwaben in Mühlbach zurück.

Durch die Niederlassung der verschiedenen Germanischen Volksgruppen auf dem Stadtgebiet von Mühlbach, entstand im Laufe der Jahrhunderte eine eigene Lokale Variante der Deutschen Sprache. Diese hatte Einflüsse aller zugewanderten Volksgruppen inklusive der Rumänischen Sprache und der Ungarischen Sprache. Auf diese Weise entstand so etwas was man heut zu Tage „Volkmund“ nennt. Volksmund von Mühlbach. Die Nachfolgenden Begriffe und Erklärungen sind nicht wissenschaftlich oder linguistisch bewiesen, sondern mein eigener Versuch diese zu erklären. Es sind bei weitem noch nicht alle. Aber die Liste bleibt erweiterbar.

  • Purligar – Kofferträger am Bahnhof; in Mühlbach aber als abwertender Ausdruck, für Männliche Individuen die zum Teil nicht dumm waren und vor kleineren Gaunereien nicht zurückschreckten.
  • Der Teiwel Der Teufel
  • Paradeis Tomate; kommt wahrscheinlich von der anderen Benennung Paradießfrucht.
  • BuserierenNicht mehr buserier mich; Nicht mehr beharre auf dieser Meinung und höre damit auf, ich kann dass nicht mehr hören.
  • Schädel SchädelwehKopf; Kopfschmerzen.
  • GießkandelGießkanne
  • KrampenSpitzhacke; Pickel; rum. Tîrnacop.
  • KichenKüche
  • SchopfenSchuppen; Remise.
  • BrickenBrücke
  • Iber die GassenÜber die Gasse (Strasse);
  • DrieberDarüber.
  • Feier machenIn diesem Fall, Feuer machen. Je nach Innhalt des Satzes.
  • Die LeitDie Leute.
  • HolzfleischOder RostfleischGrillfleisch; Gegrilltes Fleisch.
  • Halt dein FlaschinettelOder Halt dein MaulHalt deinen Mund; Sei still.
  • BallagroßKommt von Großmutter. Alte Frau nicht Blutsverwandt.
  • SeierSieb
  • SeidelOder TöpfelTasse; Auch eine im Volksmund verwendete Maßeinheit. Ein Seidel Rahm.
  • SeechSäge
  • WinateBlaufrucht; Neudeutsch auch Aubergine. Rum. Vinete (vînat oder albastru = blau)
  • SchlachtbrickenSchlachtbrücke; Schlachthof.
  • RundfießlerOder RundfüßlerLeute mit O- Beinen
  • VerlottertHallodri; Heruntergekommener.
  • HinterfotzigHinterlistig; Mit zwei Gesichtern.
  • ReinTopf mit niedrigem Rand.
  • RiemeschenOder Rote RübenRote Beete.
  • KreenMeerrettich
  • ZuckerlOder BonbonzBonbon
  • Boia – Paptikapulver
  • Füße schüttelnEr hat die Füße geschüttelt; Er ist gestorben.
  • Ägrisch – Stachelbeere
  • Ribisel – Oder Rübisel – Johannisbeere
  • Weichsel – Sauerkirsche.
  • PalavernLamentieren; Tratschen; ununterbrochen Reden (Sprechen).
  • Schmeißen – Werfen.
  • Speiß – Peisekammer
  • Grammeln – Grieben.
  • Birsten Bürste.
  • Klosett – WC.
  • Schanz Rinnsal auf der Gasse oder auf dem Feld.
  • Schmitzer Schmeißfliege.
  • Brummer Hummel
  • Korn Weizen
  • Kukuruz Mais
  • Kokoschi – Popkorn
  • Pockerel – Truthahn.
  • Gelsen Stechmücken; Moskito.
  • Kondi – Konditorei.
  • Hulla Berg; Abschüssiger Weg.
  • Gatchen – Hosen.
  • Flirel Flöte.
  • Schammerel Schemel; Hocker.
  • Katapult Gummibüchse.
  • Burikmesser – Taschenmesser
  • Kletitten – Pfannkuchen.
  • Erdäpfel – Kartoffeln.

 

 

Horst Theil

 

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