Noch einiges zur Innenstadt von Mühlbach


Heute noch ein Paar Worte zur Innenstadt von Mühlbach. Obwohl ich schon in einem anderen Beitrag über dieses Thema geschrieben habe, https://coolmann53.wordpress.com/2013/07/18/kleine-beschreibung-der-innenstadt-in-meiner-kindheit/ möchte ich heute noch einige Aspekte hervorheben.

Im vorigen Jahrhundert, war Mühlbach im Grunde genommen da keine Ausnahme gegenüber den Restlichen Siebenbürger Städten. Die Innenstadt war der Ort wo sich das Öffentliche Leben abspielte. In diesem Sinne, waren alle Ämter der Stadtverwaltung, Schule, Kirche, Handwerker, Speiselokale, Wirtshäuser, Übernachtungsmöglichkeiten  und nicht zuletzt die Geschäfte (Läden), mit wenigen Ausnahmen, innerhalb der Stadtmauern zu finden. Der Marktplatz rundete das Bild der Innenstadt ab. Ja was geschah den da so alles? Das Quirlige, pulsierende Leben konnte man um diese Zeit noch miterleben. Ich muss bemerken dass um die Zeit keine, oder ganz wenige Automobile in Mühlbach vorhanden waren. Alle Besorgungen, Behördengänge wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt. Das Einkaufen machte man in den Geschäften der Petrigasse und Siculorumgasse. Da reihte sich Geschäft an Geschäft  Lebensmittel, Stoffe, Eisenwaren, Buchhandlung, Apotheken, Spezereiwaren, und später auch Gemüseläden. Die Handwerker waren auch da vertreten so wie: Schuster, Uhrenmacher, Konditor, Spengler, Schneider und Hutmacher. Die meisten Handwerker hatten, an der Hauptstrasse, auch einen kleinen Laden zwecks Verkauf und Annahme der Bestellungen.

Die Innenstadt war also der Begegnungs- Ort  der Bürger von Mühlbach aller Gesellschaftlichen Schichten. Da konnte man sehen und gesehen werden. Da erfuhr man die letzten Neuigkeiten. Da konnte man sonntags im Schatten der schönen Bäume, die zu beiden Seiten der Strassen waren, spazieren gehen. An den Markttagen konnte man das Treiben der Vielen Marktbesuchern und Verkäufern, die aus der ganzen Gegend an diesen Tagen nach Mühlbach strömten, beobachten und bewundern.

Man begegnete sich beim Einkaufen, später nach dem Krieg an den Schlangen, oder bei jeder Gelegenheit wen man etwas in der Innenstadt zu tun hatte auch beim Sonntagsspaziergang. Man kannte sich einfach.

In meiner Kindheit gab es auch einen Zeitungskiosk, der im Laufe der Zeit mehrmals seinen Standort wechselte. Das war möglich da er aus Metal und Glas bestand, und so als ganze Einheit bewegt werden konnte. Der Grillstand an der Ecke der Sparkasse (CEC), bot Holzfleisch und Mititei (Mici) zum verzehr an. An der Ecke zur Petersdörfer Gasse standen Blumenverkäufer mit frischen Schnittblumen zum verkaufen, alle von privat die sich noch ein Zubrot damit verdienten. An dem Eingang zum Stadtpark und zum Kino standen Verkäufer mit frisch auf Holzkohle gebackenem Popkorn (cocosi) und gesalzenen Kürbiskernen oder Sonnenblumenkernen. An mehreren Stellen konnte man Eis kaufen das an warmen Sommertagen sehr gefragt war. Lose im Umschlag (loz în plic) konnte man überall in der Innenstadt auf der Straße und in Lokalen kaufen. Der Beruf der Friseure war getrennt, zum einen die Damenfriseure zum anderen die Herrenfriseure.

Wir können also feststellen dass die Innenstadt von Mühlbach um diese Zeit ein reges und harmonisches Miteinander seiner Bürger gewährte. Man fühlte sich wohl in dieser Idyllischen Siebenbürgischen Kleinstadt.

Im Anschluss an diese Zeilen, einige Bilder gesammelt von den Mitgliedern der Facebook- Gruppe : Mühlbach – Sebes von der Innenstadt von Mühlbach.

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 Elektromeister Ernst Peppel und Konditorei Otto Sander 1937

 Geißberger

 Lederhandlung Franz Geisberger

 Petrigasse

 Petrigasse (Herrengasse) der 30- er Jahre

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 Petrigasse (Herrengasse) der 30- er Jahre

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Innere Siculorumgasse der 30- er Jahre

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 Konfirmandenzug im Jahre 1931 (Petrigasse)

 

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Innere Siculorumgasse 30- er Jahre

  

Petrigassse

Blick aus dem Tor des Kirchenhofes

  

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Modistin Hermine Fritsch

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 Modegeschäft Rudolf Fritsch

 

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Siculorumgasse 1980

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 Siculorumgasse 1980

Horst Theil

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